Die Legende: Martin teilt seinen Mantel
Zur Zeit des heiligen Martin galt ein kaiserliches Edikt, wonach die Söhne
von Berufssoldaten zum Kriegsdienst gezogen wurden. Dadurch wurde auch Martin,
gegen seinen Willen, mit 15 Jahren zum Militärdienst eingezogen. Noch war
Martin nicht getauft; aber in allem verhielt er sich nicht, wie sich sonst
Soldaten verhielten: Er war gütig zu seinen Kameraden, wunderbar war seine Nächstenliebe.
Seine Geduld und Bescheidenheit überstiegen die der anderen bei weitem. Seine
Kameraden verehrten ihn und hielten ihn schon damals mehr für einen Mönch als
einen Soldaten. Denn, obwohl noch nicht getauft, zeigte er ein Verhalten wie ein
Christ: Er stand den Kranken bei, unterstützte die Armen, nährte Hungernde,
kleidete Nackte. Von seinem Sold behielt er nur das für sich, was er für das tägliche
Leben benötigte.
Am 11. November 1997 wurde zum eintausendsechshundertsten Mal seines Todes
gedacht.